28. Februar 2014

Mensch vs. Maschine

| 1 Kommentar
In aktuellen Prospekt der Warenhauskette Globus werden nicht nur tolle Weine beworben sondern es wird auch gesondert darauf hingewiesen, dass es derzeit 73 geprüfte Weinfachberater gibt. Diese Berater wurden nicht nur von der Deutschen Wein- und Sommelierschule ausgebildet, sie bilden sich sotag ständit weiter fort. 

Cool - dem Weinfachhandel wird offenbar ein weiteres Argument streitig gemacht, nämlich, dass nur der Fachhändler echte Fachberatung geben können. Da wüsste ich doch auch gerne einmal, wie viele Weinfachhändler eine Ausbildung der Deutschen Wein- und Sommelierschule vorweisen können.

So mancher Weinfreund wird sich vielleicht ebenfalls fragen, warum er noch zum Fachhandel gehen sollte, wenn er bequem seine Lebensmittel und zugleich - gut beraten - seine Weine im Supermarkt kaufen kann.  Und ich stimme zu, generell ist gegen gut geschultes Personal nichts einzuwenden! Übrigens - das Seminar Weinfachmann, das sich gezielt an Mitarbeiter aus Gastronimie und Handel richtet, dauert 6 Wochen ...

Und SCHEINBAR drängt sich auch Globus die Frage auf,  ob die eigenen Weinfachberater ausreichend geschult sind? Warum sollten sie sonst parallel auf den digitalen Sommelier "Henry" setzen? Mal ganz provokant gefragt: Globus, traust Du Deinen eigenen Weinfachberatern nicht? Oder warum werden diese digitalen Sommeliers angeschafft? 

Wenn nun geantwortet wird, dass diese elektronische Hilfe dazu gedacht sei, den Kunden auch dann Hilfe zu bieten, wenn die Berater nicht im Markt sind, könnte ich das noch respektieren. Aber warum ist das Gerät auch dann eingeschaltet, wenn die Beraterin vor Ort ist?

Fragen über Fragen - wer hat Ideen, wie diese zu beantworten sein könnten?

PS. Die betreffende Beraterin aus dem Markt in Wachau, habe ich schon live erleben dürfen, aber nur mittelbar, während sie andere Kunden beriet. Da ich nicht vorschnell urteilen möchte, werde ich sie bei meinem nächsten Besuch in dem Supermarkt sie bitten, mir einen Wein für einen Freund zu empfehlen. Wie sie mich beraten hat und ob der digitale Sommelier mir eventuell hätte weiterhelfen können, werde ich dann gerne hier posten.

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1 Kommentar:

  1. Schwierig, Globus ist schließlich kein Supermarkt sondern ein Hypermarkt.

    Wer im Markt eigene Fleischer-/ Bäckereien Beschäftigt muss einfach gesondert betrachtet werden.
    Dann sollte man sehen wo Globus her kommt, nämlich aus dem Herzen deutschen Weinbaus. Insofern ist die Sommelier-Schule wohl eher als fachliche Untergrenze zu betrachten, da hinkt unsere Region den anderen Märkten im Westen noch hinter her.

    Die Globus Familie betreibt ja auch eigene Weingüter welche dann die "Hausmarke" produzieren, das ist schon etwas besonderes. Aber nichtsdestotrotz, ich hab diesen "Beratungsapperat" ebenfalls gesehen und kann mich nur wundern. Ein ganz großes Eigentor in meinen Augen.

    Sowas mag grundsätzlich ins Konzept eines Hypermarktes passen, aber für Globus definitiv ein Rückschritt, über die Beratung in diesem Markt kann ich keine wirkliche Aussage treffen - hoffe aber daß das, keine Schule macht.

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