25. Februar 2016

Wein & Schokolade

| 1 Kommentar
Es gab und gibt viele Versuche Wein und Schokolade und Wein miteinander zu "vermählen". Nur leider ist diese Liaison nicht immer von Erfolg gekrönt. So stehen beispielsweise Schokoladen mit einer Weinfüllung vor der Herausforderung, die Flüssigkeit in der Schokolade zu halten, ohne das alles ausläuft. Dabei wird oftmals eine gehärteter Zuckermantel genutzt, der nach und nach den Geschmack des Weins beeinflusst. Damit Du Schokolade und Wein genussvoll "paarst" habe ich sechs Tipps für Dich zusammengestellt.

Dunkel liebt Dunkel


Schokolade ist in aller Regel dunkel (und komme mir bitte nicht mit der Spitzfindigkeit weiße Schokolade ins Feld führen zu wollen). Die Faustregel gleich und gleich gesellt sich gern, passt hier wie die Weinbeere auf die Kakaobohne. Bei allen dunklen Schokoladen passen nur dunkle Weine (Rotweine), die berühmte Nadel im Heuhaufen, die als Ausnahme durchgeht, ist mir noch nicht untergekommen.


Trockener Rotwein ist nicht der beste Ansatz.


Trockener Rotwein allein ist eine feine Sache, zur Schokolade genossen jedoch nicht die beste Wahl. Du solltest daher nie einen guten trockenen Rotwein zusammen mit Schokolade genießen, da sich beide negativ beeinflussen, so dass Dir weder der Wein noch die Schokolade munden wird.

GaumenSadomaso - Christian Grey lässt grüßen.


Es gibt Weinfreunde, die kräftige Gerbstoffe als das Nonplusultra eines großen Rotweins ansehen, andere wiederum bevorzugen samtweiche Gerbstoffe. Aber nicht nur der Wein hat Gerbstoffe, sondern auch die Schokolade - und das nicht zu knapp. Insbesondere in dunkler Schokolade sind oftmals deutlich mehr Gerbstoffe enthalten als im kräftigsten Rotwein. Da Gerbstoffe in erster Linie als bitter wahrgenommen bzw. geschmeckt werden, verdoppeln sich die bitteren Aromen im Mund. Wer auf GaumenSadomaso steht, sollten Rotwein aus dem Anbaugebiet Cahors zusammen mit einer Schokolade mit 70% und/oder mehr Kakaoanteil genießen. Christian Grey (50 Shades of Grey) lässt grüßen.

Frucht und Frucht gesellt sich gern.


Fruchtige Rotweine und fruchtige Schokolade passen gut zueinander. Was viele nicht wissen, ist, dass Kakao von Natur aus ebenfalls fruchtig ist. Durch den geringeren PH-Wert (geringe Säure) der Schokolade, passen diese sehr gut zusammen. 

Je herber die Schokolade, desto mehr Portugal ...


Gehörst Du zu den Schokoladenfreunden, die auf einen hohen Kakaoanteil achten? Je höher, desto besser? Die hohe geschmackliche Intensität von Schokoladen mit einem Kakaoanteil von 70% und mehr erfordern einen Rotwein, der ebenfalls mit einer hohen geschmacklichen Intensität aufwartet. Portweine sollten da stets Deine erste Wahl sein.

Lass die teuren Flaschen getrost im Keller.


Wenn Du zu Deiner Lieblingsschokolade einen Rotwein genießen möchtest, muss und sollte es kein teurer, filigraner oder komplexer Bordeaux oder Burgunder sein. Schokolade kleidet den Mund bereits mit kräftigen Aromen aus, so dass Du stets einen "ehrlichen" kräftigen Rotwein damit paaren solltest, um die Aromen des Rotweins nicht unnötig zu überdecken. Ein "einfacher" Syrah, Primitivo (Zinfandel) oder Grenache scheint mir die bessere Wahl zu sein.


Ich hoffe, ich konnte Dir mit diesen Tipps ein klein wenig helfen?! Und nun suche ich mal meine alten Schokonikoläuse und "paare" sie mit einem leckeren Zinfandel zu einem schmackhaften Brei in meinem Mund ;)




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1 Kommentar:

  1. hi huub, vielen dank für diese tollen tipps. hab gestern einen amarone mit zartbitterschokolade gepaart, war zum ersten mal lecker in der kombination rotwein und schoki.

    weiter so!

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