2. April 2016

Weinfreunde.de oder Supermarkt Zwei-Punkt-Null

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Der Verkauf von sogenannten Supermarktweinen findet nicht nur in den stationären Filialen, sondern parallel vermehrt online statt. So betreibt der Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften (kurz REWE) zwei Onlineshops gezielt für Weinfreunde. Gegenseitig Konkurrenz werden sie sich wohl kaum machen, da sie unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.

So werden seit Mitte der 1980er Jahre unter der Regie von REWE über den alteingesessenen Kölner Weinkeller (der ein reales Kellergewölbe mit über 3.000 Weinen aus aller Welt ist) versierte Weinkenner angesprochen, die zwischen 3,75 € (Apfelcidre der Privatkelterei van Nahmen) und 3.900 € (2009er Petrus, Pomerol) für eine Flasche Wein ausgeben wollen.




Seit Mai 2015 hat die REWE Group ihr Weinangebot um den OnlineShop Weinfreunde.de erweitert. Zum Start des Projekts waren 450 verschiedenen Produkte erhältlich. Heute können Weinfreunde bereits aus über 1.000 Weinen, Sekten und Accessoires auswählen. Die Preisspanne fällt nicht ganz so breit aus, wie beim Kölner Weinkeller. So finden die Weinfreunde auf dieser Webseite derzeit Weine von 2,80 € (2012er Merlot "Les Petites Jamelles") bis zu 159 € (2012er Icon von Leo Hillinger).

OnlineShop im klaren, modernen Design

Mir persönlich gefällt das klare, aufgeräumte Design der Webseite. Nahezu intuitiv lassen sich Weine suchen und werden sehr umfassend einzeln vorgestellt. Die Filterfunktion ist sehr umfangreich und lässt sich scheinbar unendlich fein untergliedern. Über Sinn und Unsinn einer derart umfassenden Filterfunktion lässt sich streiten. So kannst Du beispielsweise nach einem deutschen Rotwein filtern, der nach Möglichkeit mit besonderen Auszeichnungen punkten kann. Aber alles was Du findest, ist, dass es nur "nicht prämierte" Rotweine im Angebot von Weinfreunde.de zu sind. Ist das wirklich sinnvoll? Das sollte überdacht werden. 

Nach dem Filtern werden die einzelnen Weine umfangreich vorgestellt. So findest Du einen Steckbrief zum Wein, mit den wichtigsten "technischen" Daten, eine mal mehr oder weniger ausführliche Beschreibung des Weins, Infos zum Weingut (leider nicht immer), einen Verweis auf den Standort des Weinguts per Google Maps (leider auch nicht immer) sowie Weinempfehlungen des Verkaufteams.

Nach dem Lob folgt die Kritik

Da die Seite erst seit rund einem halben Jahr online ist, ist es verständlich, dass noch nicht alle Inhalte komplett eingepflegt sind. Gut Ding will bekanntlich Weile haben. Allerdings komme ich nicht ganz umhin, an den Weinbeschreibungen zu mäkeln: sie sind austauschbar und fesseln nicht wirklich. Vielleicht mal von WMCS & Friends helfen lassen ;)

Wir haben sechs ausgesuchte Weine im Namen von Weinfreunde.de verkosten dürfen. Du findest unsere Bewertungen unter dem Label: Weinfreunde.de.

Übrigens: Auf dem Bewertungsportal Trustpilot erhält Weinfreunde.de derzeit eine gute Bewertung: 8,8 von 10 Punkten und liegt damit deutlich besser im Ranking als die Wettbewerber des OnlineShops.

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