20. April 2016

Klüsserather St. Michael Riesling feinherb 2015

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Rewe - Test und Bewertung deutscher Weißwein Warum schreibt statt des Namens des Weinguts lediglich die Anbaulage sowie die Rebsorte auf das Frontetikett? Für mich stellt sich parallel stets die Frage: Was will der Winzer bzw. das Weingut dadurch verbergen?

GEKAUFT BEI: REWE für € 3,99

GERUCH: Dieser Riesling riecht nach Pfirsich, Apfel und Zitrusfüchten.

GESCHMACK: Neben den fruchtigen Aromen und der lebendigen Säure fällt vor allem der höhere Restzuckergehalt (unvergorener Zucker) auf, und macht diesen Wein für Freunde süßerer Weißweine interessant.

GESAMTEINDRUCK: Wer, wie unter Geschmack bereits angedeutet, auf Weine steht, die geschmacklich über eine gewisse Süße verfügen, sollte diesen Riesling beim nächsten Weinkauf in Betracht ziehen. Weinfreunde, die es lieber trocken mögen, sollten sich den Kauf hingegen überlegen. Wir mussten lange überlegen, wie wir den Wein am gerechtesten bewerten, da er für nahezu alle Verkoster des Teams zu süß war. Wer es hingegen süß und frisch (deutliche, milde Säure) mag, sollte bei diesem Wein zugreifen.

FEINHERB: Der Gebrauch des Begriffs feinherb wurde 2001 und 2002 von Moselwinzern gerichtlich durchgesetzt. Mittlerweile ist der Begriff auch in anderen deutschen Anbaugebieten gebräuchlich. Viele Weinfreunde verwenden den Begriff synonym für halbtrockene Weine. Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Weinrechtlich betrachtet ist der Begriff nämlich nicht eindeutig definiert. So müssen feinherbe Weine einen höheren Restzuckergehalt als trockene Weine (mehr als 9g/l) und weniger als liebliche Weine (weniger als 45 g/l) haben. Daher wird es für Weinfreunde extrem schwer, durch die bloße Angabe feinherb auf den tatsächlichen Süßegrad des entsprechenden Weins schließen zu können.

HINTERGRUNDINFO: Dieser Weißwein von der Großlage Sankt Michael an der Mosel wird vom Weingut Bernd Schlöder als Erzeugerabfüllung in Umlauf gebracht. Warum der Name des Weinguts nicht explizit auf dem Frontetikett angegeben ist, lässt Raum für viele Spekulationen. Eine Anfrage beim Weingut führte bislang zu keiner Reaktion.

BEWERTUNG: Gutes Preis-Genuss-Verhältnis [Note 2]

BEWERTET: April 2016

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